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Umrüstung von analogen Lokomotiven auf das Mehrzugsystem

Damit Sie Ihre Lokomotiven mit dem Mehrzugsystem bedienen können, müssen die einzelnen Lokomotiven zunächst mit den entsprechenden Lokempfängern (Decodern) ausgestattet werden.

Grundsätzlich lässt sich jede LGB® Lokomotive auf das Mehrzugsystem umrüsten. Neuer Lokomotiven sind mit verschiedenen Schnittstellen ausgestattet, die den Einbau erleichtern.

Speziell bei älteren LGB® Lokomotiven Es gibt jedoch einige Unterschiede im Aufbau der Getriebe und der Elektronikschaltungen. Um einen Decoder in eine ältere Lok einbauen zu können, muss die Spannungsversorgung von der Schiene (Schleifer und Stromabnehmerkohlen) und dem Motor getrennt werden. Ferner unterscheiden sich die jeweiligen Lokomotiven in den verwendeten Beleuchtungssystemen und deren Anschluss auf den Decodern.



Man unterscheidet zwischen folgenden LGB® Getrieben.

1. Lokomotiven mit Halbschalengetriebe:

Halbschalengetriebe wurden bei LGB® zwischen 1968 und Ende der 1980er Jahre verwendet. Hierbei besteht das Getriebe aus zwei Hälften (längs geteilt), die zum Getriebeblock zusammengeschraubt wurden. Nachteil hierbei ist, dass zum Trennen der Schienen- und der Motorspannung das komplette Fahrwert einschließlich des Gestänges und der Räder zerlegt werden muss. Dies ist sehr kompliziert und braucht einige Stunden. Die Beleuchtung erfolgt über 18 Volt Schraubglühbirnen ohne Spannungsstabilisierung.

2. Lokomotiven mit Sandwichgetriebe mit 3 Getriebeanschlüssen:

Sandwichgetriebe ersetzten seit Mitte der 1980ziger Jahre die Halbschaltengetriebe. Beim Sandwichgetriebe besteht der Getriebeblock aus 3 Teilen, dem Deckel, dem Motorgehäuse und dem Boden. Dadurch ist der Motor zum Trennen der Motor- und der Schienenspannung leichter erreichbar. Sie erkennen das Sandwichgetriebe an der rechtseckigen Aussparung für den LGB® Schaltmagnet auf dem Getriebeboden. Viele dieser Lokomotiven sind mit 5 Volt Verbrauchern (Glühbirnen, Raucheinsätze) ausgestattet. Werksseitig sind die Funktionsausgänge der Decoder auf 24 Volt eingestellt. Dimmen Sie diesen Wert mittels CV-Programmierung oder tauschen Sie die Verbraucher gegen 24 Volt Versionen.

3. Lokomotiven mit Sandwichgetriebe mit 4 Getriebeanschlüssen:

Nach der Einführung des Mehrzugsystems wurden die Sandwichgetriebe speziell für den Einbau der Decoder vorbereitet. Sie erkennen ein „D-Getriebe“ an einem kleinen eingravierten „D“ im Boden der Lok. Hierbei ist die Trennung der Schienen- und der Motorspannung bereits vorhanden. Die Beleuchtung erfolgt über 5 Volt Micro Steckbirnchen mit Spannungsstabilisierung. Gleiches gilt bei Dampflokomotiven mit 5 Volt Raucheinsatz.

Lokomotiven mit Decoderschnittstelle

Lokomotiven mit Decoderschnittstelle sind bereits so vorbereitet, dass keinerlei Verdrahtungen, Glühbirnen und Raucheinsätze mehr verändert oder getauscht werden müssen. Dafür sorgt ein speziell erhältliches Decoderzusatzkabel. Sie erkennen diese Lokomotiven an einen runden schwarzen Aufkleber mit 6 weißen Punkten auf dem Getriebeboden oder dem Hinweis auf eine DCC-Schnittstelle.

Lokomotiven mit Direktdecoderschnittstelle

Hierbei handelt es sich um die modernste Ausführung, die es zur Zeit gibt und die speziell in Lokomotiven mit engen Platzverhältnissen eingesetzt wird. Bei diesem System ist im inneren der Lok eine Schnittstelle vorbereitet, in die nur noch der Decoder eingesteckt werden muss.

Nachdem Sie Ihre Lokomotiven nach den obigen Kriterien sortiert und eingeteilt haben, sollten Sie überlegen, ob Sie sich den Umbau/Einbau der Decoder selber zutrauen oder ob Sie den Umbau durch uns vornehmen lassen möchten.

Denken Sie bei Ihrer Entscheidung daran, dass Sie auf Um- bzw. Decodereinbauten in unserem Haus eine Garantie erhalten. Welche Umbauten wir im einzelnen durchführen entnehme Sie bitte der folgenden Aufstellung.

Halbschalengetriebe
Einbau durch CL auf Wunsch möglich jedoch mit einer Bearbeitungszeit von ca. 14 Tagen und Kosten je nach Aufwand.
Selbsteinbau bedingt möglich, sehr zeitaufwendig und kompliziert.

Sandwichgetriebe mit 3 Anschlüssen
Einbau durch CL: Bearbeitungszeit ca. 14 Tage
Selbsteinbau: Ja, möglich mit technischer Begabung

Sandwichgetriebe „D“
Einbau durch CL: Bearbeitungszeit ca. 14 Tage
Selbsteinbau: Ja, möglich mit technischer Begabung

Getriebe mit Schnittstelle
Einbau durch CL: Umbau innerhalb weniger Tage
Selbsteinbau: einfacher Umbau mit Kenntnissen Aufbau der Lokomotive

Getriebe mit Direktdecoderschnittstelle
Einbau durch CL: Umbau innerhalb weniger Tage
Selbsteinbau: einfacher Umbau mit Kenntnissen Aufbau der Lokomotive



Zu Ihrer Information finden Sie im folgenden einige Details zum Aufbau des Decoders LGB® 55020/55021 sowie einige praktische Berichte aus älteren LGB Depeschen zum Umbau von LGB® Getrieben und Lokomotiven auf das Mehrzugsystem.



Decodereinbau Loks mit Sandwich Getriebe (vor 1994)

Auszug aus der LGB® Depesche Nr. 82, in welcher die Nachrüstung eines Decoders für das Mehrzugsystem bei älteren Loks mit Halbschalen-, Sandwich- und D- Getriebe ausführlich bebildert beschrieben wird.

Decodereinbau Loks mit Digital Schnittstelle (ab ca. 1994)

Auszug aus der LGB® Depesche Nr. 89, in welcher die Nachrüstung eines Decoders für das Mehrzugsystem bei neueren Loks mit Digital Schnittstelle ausführlich bebildert beschrieben wird.

Decodereinbau Wismarer Schienenbus

Auszug aus der LGB® Depesche Nr. 85, in welcher die Nachrüstung eines Decoders für das Mehrzugsystem bei den Schienenbussen vom Typ Wismar ausführlich bebildert beschrieben wird.

Decodereinbau Stainz

Auszug aus der LGB® Depesche Nr. 84, in welcher die Nachrüstung eines Decoders für das Mehrzugsystem bei der Stainz ausführlich bebildert beschrieben wird.

Decodereinbau Rügenlok

Auszug aus der LGB® Depesche Nr. 88, in welcher die Nachrüstung eines Decoders für das Mehrzugsystem bei der Rügenlok ausführlich bebildert beschrieben wird . . .



Die Verwendung von Zeichnungen, Schaltplänen und Berichten aus LGB® Depeschen und Katalogen erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Firma LGB®.